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Aktion Selbstbesteuerung e.V.Friede durch gerechte Entwicklungspolitik |
Kolumbien ist ein Land im Bürgerkrieg. Es ist, wie unser Projektpartner, die Gruppe ISKA schreibt, „das traurige Paradies der drei Märkte, die das meiste Geld in Umlauf bringen: Waffen, Drogen und Erdöl.“ Es ist „ein Ort, wo der Rechtstaat sich durch Straflosigkeit auszeichnet und die Bevölkerung einer ‚Diktatur der Angst’ unterworfen ist, vor der Europa bewusst die Augen schließt.“
Vor dem Hintergrund des oben Gesagten hat die Kasseler Gruppe ISKA ein Doppelprojekt gestartet. In Kolumbien selbst geht es darum, die Mauer der Angst und des Schweigens zu brechen und denen Namen und Menschenwürde zurückzugeben, die durch paramilitärische Gruppen „eliminiert“ und anonym verscharrt wurden. Dazu sollen die Straßen und Plätze in Bogotás Innenstadt nach diesen „verschwundenen“ Menschen benannt werden.
So heißt z.B.
der ehemalige Platz „Las Nieves“ jetzt „Plaza Umania Mendoza“, benannt
nach dem Menschenrechtsanwalt, der am 18. April 1998 ermordet wurde. Im
Frühjahr 1999 wurden in Bogotá 2000 Stadtpläne geklebt,
in denen die bisher meist nur nummerierten Straßen die Namen von
„Verschwundenen“ tragen. Gleichzeitig wurden 2000 Flugblätter verteilt,
die die Idee des Projekts erklären.
Im Zentrum von Bogotá wird eine "Galerie der Erinnerung" mit Fotos der "Verschwundenen" aufgebaut