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Aktion Selbstbesteuerung e.V.Friede durch gerechte Entwicklungspolitik |
(asb- Zuschuß: 1.500.- DM)
Nach dem scheinbar nicht aufhaltbaren Siegeszug der neoliberalen Wirtschafts-Dogmatik ist neue Bewegung in die internationale und die internationalistische Debatte gekommen. Nach Jahren des neoliberalen Umbaus auf allen Gebieten der nationalen und internationalen Wirtschaft haben soziale Akteure wieder das Gefühl gewonnen, daß dies alles nicht unumkehrbar ist und daß es sich wieder lohnt, sich in die Auseinandersetzungen einzubringen.
Eine Gruppe von 20 Leuten aus 15 entwicklungspolitischen Gruppen, von denen etwa die Hälfte zum BuKo (Bundeskongreß entwicklungspolitischer Aktinsgruppen) gehören, gab deshalb zur Vorbereitung auf den G 7- Gipfel im Juni 1999 in Köln eine Broschüre heraus, die etwa 75 Seiten umfaßt und im April 1999 erschienen ist. Die ungedeckten Kosten wurden dabei privat vorfinanziert.
Die Broschüre mit dem Titel "kölngehen" hat 4 Teile:
1. Skizze der aktuellen Debatte um die Globalisierung mit besonderem Gewicht auf die Gruppe der G 7 /8 und der EU, beleuchtet auch aus eigenem kritischen (u.a. feministisch orientiertem) Zugang.
2. Auseinandersetzung mit aktuellen Stichworten (Neoliberalismus, Zivilgesellschaft, Nachhaltige Entwicklung, Global Governance, neokeynesianische Elemente) und der Interessenlage der Diskutanten.
3. Ansätze zu einer zeitgemäßen internationalistischen Position - Aufzeigen von Fragen und Widersprüchen, ohne den Anspruch, einen fertigen Entwurf zu liefern
4. Auseinandersetzung mit heutigen internationalistischen Praxen, die die Autoren für attraktiv halten - von Anti-MAI-Kampagne (MAI=Mulilaterales Abkommen über Investitionen, ein Abkommen, das mulinationale Konzerne endgültig von nationalem Recht frei machen sollte) über Clean Clothes bis zu den Zapatistas in Mexiko.
Zielgruppe sind entwicklungspolitische Aktivisten und solche die es werden wollen (und sollen), vor allem aus der jüngeren Generation. Deshalb soll der Verkaufspreis möglichst niedrig gehalten werden. Die Kosten, für Druck und Layout betrugen rund 8.100.- DM. Davon sollen gut 4.000.- DM durch den Verkauf ausgeglichen werden. Weitere Geldquellen sind: Das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungspolitik) und die Stiftung Umverteilen. Der Eigenbeitrag der antragstellenden Gruppen besteht aus den nicht berechneten Fahrtkosten für die Vorbereitungsseminare und hunderten von kostenlos erbrachten Arbeitsstunden.
Die asb beschloß einen Zuschuß von 1.500.- DM.
Bezugsquelle: BuKo-Geschäftsstelle, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg.