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    Aktion Selbstbesteuerung e.V.

    Friede durch gerechte Entwicklungspolitik 

    Jägerhalde 87 (c/o C. Aicher) - 70327 Stuttgart
    Konto: 8004965500 GLS Bank Frankfurt/M, BLZ 430 609 67
Letzte Änderung: 06.06.2013               


Die Aktion Selbstbesteuerung ist eine bundesweite entwicklungspolitische Gruppe. Wir bezahlen eine freiwillige "Entwicklungssteuer" von 2 bis 3 % unseres Einkommens für entwicklungspolitische Arbeit. Auf den zweimal jährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen entscheiden wir basisdemokratisch, welche konkreten Projekte wir fördern wollen. Wir fördern Inlandsprojekte, die über die bei uns liegenden Ursachen für die weltweite Armut aufklären und kleine Selbsthilfeprojekte im Ausland. Mehr dazu unter über uns oder den anderen oben stehenden Links.


Beispiel für ein Projekt, dessen Förderung wir im Frühjahr 2013 beschlossen haben:

Rundreise eines Journalisten aus Mittelamerika zu den Folgen des Agro-Sprit-Booms für die Menschen in Guatemala und Honduras.

Vertreibung

Räumung eines Dorfs in Honduras

    Palmöl steckt nicht nur in Kosmetika und Nahrungsmitteln, sondern auch im Biodiesel. Palmöl ist aktuell so begehrt, dass es sich lohnt, neue Pflanzungen von Ölpalmen (palma africana) anzulegen und die dazu notwendigen Flächen rücksichtslos zu gewinnen. Vor allem Großgrundbesitzer und Investoren stecken ihr Geld in diese Produktion. Kleinbauern werden in Honduras, wie im fruchtbaren honduranischen Aguán-Tal, aber auch in Guatemala zunehmend vertrieben. In Honduras tobt seit drei Jahren ein Landkonflikt, in dem inzwischen schon Dutzende starben. Seit dem Putsch von 2009 hat sich die Menschenrechtslage in Honduras extrem verschlechtert.

    Außer der Gewinnung von Agro-Diesel aus Palmöl spielt auch die Gewinnung von Agro-Ethanol aus Zuckerrohr eine große Rolle. Auch dafür werden Kleinbauern aus ihren Dörfern vertrieben und zusätzlich werden die Zuckerrohrarbeiter durch Pflanzen-"Schutz"-Mittel vergiftet, so dass viele von ihnen an chronischer Nierenvergiftung leiden und daran auch sterben. Diese Gifte werden aus Europa geliefert, obwohl sie hier längst verboten sind.

Um in Europa auf diese Probleme hinzuweisen, organisierte das Nicaragua Forum Heidelberg im Mai 2013 die Rundreise eines mittelamerikanischen Journalisten durch Deutschland. Giogio Trucchi ist Korrepondent der lateinmerikanischen Gewerkschaft Rel UITA (Ernährung und Landwirtschaft). In Freiburg, Darmstadt, Heidelberg, beim BUKO in München, in Leipzig, Berlin, Hamburg, Köln und Wuppertal zeigte er seinen Film "Schrei nach Land" und berichtete, welche Folgen die Agro-Sprit-Produktion für die reichen Industrieländer für die Kleinbauern in Zentraklamerika hat - ein Problem, das sich noch verschärfen wird, wenn das von der EU mit den mittelamerikanischen Ländern ausgehandelte Freihandelsabkommen ratifiziert wird. (Vgl. Stellungnahme deutscher Nichtregierungsorganisationen - Der Bundestag hat leider inzwischen zugestimmt, noch gibt es aber Widerstand im Budesrat).

Um die Rundreise zu ermöglichen, benötigte das Nicaragua-Forum Zuschüsse zu den Flugkosten und weiteren Grundkosten. Honorar und innerdeutsche Reisekosten trugen die örtlichen Veranstalter. Die asb beteiligte sich an den Grundkosten mit 500,- €. Weitere Zuschüsse kamen von Brot für die Welt, der Striftung Umverteilen, der Gewerkschaft NGG und von FIAN.